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Software & Funktionen

Handwerker-Rechnungsprogramm: Funktionen, Pflichten und Auswahl

Rechnungen schreiben gehört zum Handwerk dazu – kostet aber Zeit und ist voller Fallstricke. Ein gutes Rechnungsprogramm nimmt dir die Arbeit ab und sorgt dafür, dass alles rechtssicher ist. Hier erfährst du, welche Funktionen wirklich zählen, welche Pflichtangaben drauf müssen und wie du das passende Programm findest.

Aktualisiert Juni 2026 6 Min. Lesezeit Redaktion Angebotsmanufaktur
Kurz & knapp

Ein Handwerker-Rechnungsprogramm erstellt rechtssichere Rechnungen mit allen Pflichtangaben nach § 14 UStG, rechnet Beträge und Umsatzsteuer automatisch, archiviert GoBD-konform und erzeugt E-Rechnungen (XRechnung/ZUGFeRD). Gute Programme verwandeln Angebote per Klick in Rechnungen und fassen offene Posten automatisch nach.

Was ein Rechnungsprogramm für Handwerker können muss

Nicht jedes Tool, das Rechnungen erstellt, passt zum Handwerk. Diese Funktionen solltest du erwarten:

  • Pflichtangaben nach § 14 UStG automatisch auf jeder Rechnung.
  • Positionen mit Menge, Einheit und Einzelpreis – Summen und MwSt. werden automatisch berechnet.
  • GoBD-konforme, fortlaufende Rechnungsnummern und unveränderbare Archivierung.
  • E-Rechnung als XRechnung und ZUGFeRD für B2B- und Behördenkunden.
  • Aus dem angenommenen Angebot wird per Klick die Rechnung – ohne Abtippen.
  • Automatisches Nachfassen und Zahlungserinnerungen bei offenen Posten.
  • DATEV-Export für den Steuerberater.
  • Mobil nutzbar – auch vom Tablet auf der Baustelle.

Pflichtangaben: Was auf jede Handwerker-Rechnung gehört

Damit das Finanzamt – und dein Kunde – die Rechnung anerkennt, müssen nach § 14 UStG bestimmte Angaben enthalten sein:

  • Vollständiger Name und Anschrift deines Betriebs und des Kunden.
  • Deine Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer.
  • Ausstellungsdatum und eine fortlaufende, einmalige Rechnungsnummer.
  • Menge und Art der Leistung (Leistungsbeschreibung) sowie der Leistungszeitpunkt.
  • Nettobetrag, Steuersatz und Steuerbetrag – oder ein Hinweis auf die Kleinunternehmerregelung.
Hinweis für Kleinunternehmer (§ 19 UStG)

Wenn du die Kleinunternehmerregelung nutzt, weist du keine Umsatzsteuer aus, sondern ergänzt einen Hinweis wie: Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet. Ein gutes Rechnungsprogramm setzt diesen Hinweis automatisch.

Rechnungsprogramm und E-Rechnungspflicht

Seit 2025 müssen alle inländischen B2B-Betriebe E-Rechnungen empfangen können; die Pflicht zum Ausstellen kommt gestaffelt bis 2028. Dein Rechnungsprogramm sollte deshalb XRechnung und ZUGFeRD beherrschen – sonst stehst du spätestens zur Frist ohne Lösung da. Die Details zu Fristen und Formaten findest du in unserem Ratgeber zur E-Rechnungspflicht.

Worauf du jetzt achten solltest

Wähle ein Programm, das E-Rechnungen nicht nur als PDF, sondern als strukturierten Datensatz nach EN 16931 erzeugt. Nur das erfüllt die E-Rechnungspflicht.

Kostenlose Vorlage oder Rechnungssoftware?

Eine Word- oder Excel-Vorlage ist gratis und schnell zur Hand. Sobald du regelmäßig Rechnungen schreibst, spielt eine richtige Software ihre Stärken aus:

AspektWord-/Excel-VorlageRechnungssoftware
Tempojede Rechnung neu tippenVorlagen, Angebot → Rechnung per Klick
Rechenfehlermanuell, fehleranfälligSummen und MwSt. automatisch
E-Rechnungnicht möglichXRechnung & ZUGFeRD
GoBD-Archivierungmusst du selbst organisierenintegriert
Nachfassenmanuell oder gar nichtautomatische Erinnerungen
Kosten0 €ab 0 €, dann kleiner Monatspreis

Worauf du bei der Auswahl achten solltest

  • Einfache Bedienung ohne Schulung – du willst Rechnungen schreiben, nicht Software lernen.
  • E-Rechnung-fähig (XRechnung & ZUGFeRD) und GoBD-konform.
  • Angebot und Rechnung in einem Tool, damit Daten nicht doppelt erfasst werden.
  • DATEV-Export für die reibungslose Übergabe an den Steuerberater.
  • Mobil im Browser, ohne Installation – auch auf Tablet und Handy.
  • Fairer, planbarer Preis ohne lange Vertragsbindung.

So schreibst du eine Rechnung in 3 Schritten

  1. 1

    Kunde & Positionen

    Kunde auswählen (oder aus dem Angebot übernehmen) und Leistungen mit Menge und Einzelpreis erfassen.

  2. 2

    Steuer & Format

    MwSt. wird automatisch berechnet; Format wählen – klassische PDF-Rechnung oder E-Rechnung als XRechnung/ZUGFeRD.

  3. 3

    Senden & archivieren

    Rechnung verschicken, GoBD-konform ablegen und bei Bedarf als DATEV-Buchungsstapel exportieren.

So geht's mit der Angebotsmanufaktur

Aus jedem angenommenen Angebot wird per Klick die Rechnung – mit GoBD-Nummern, automatischer MwSt., E-Rechnung im Pro-Paket und DATEV-Export. Nachfassen und Zahlungserinnerungen laufen automatisch.

Häufige Fragen

Pflicht sind nach § 14 UStG: Name und Anschrift von Betrieb und Kunde, deine Steuernummer oder USt-IdNr., Ausstellungsdatum, fortlaufende Rechnungsnummer, Menge und Art der Leistung, der Leistungszeitpunkt sowie Nettobetrag, Steuersatz und Steuerbetrag – oder der Hinweis auf die Kleinunternehmerregelung.

Rechnungen schreiben, ohne nachzudenken

Vom Angebot per Klick zur Rechnung – inklusive E-Rechnung, GoBD-Nummern und DATEV-Export. Kostenlos starten mit der Angebotsmanufaktur, ohne Kreditkarte.

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